“Informationen zum interkulturellen Alltag in Kreuzlingen”
Arbeitsgemeinschaft für Ausländerfragen Kreuzlingen

Leben und Arbeiten in der Schweiz

Wer in ein fremdes Land migriert, um dort zu leben und zu arbeiten hat es leichter, wenn man sich über das Land und seine Gepflogenheiten informiert hat. Dabei geht es nicht nur darum zu erfahren, wie das Klima und die Geografie, die Geschichte und die Staatsform des Landes sind und welche Sprachen gesprochen werden, sondern auch, welche Einreisevorschriften gelten und alles rund um die Themen Wohnen, Einkaufen, Schulen, Versicherungen, Lebenskosten, Autofahren etc.

Wie packe ich es an, in die Schweiz auszuwandern?

Einwanderungsparadies Schweiz

10vor10 vom 28.08.2008

Integration allgemein

Integration heisst nicht nur, sich in der neuen Umgebung zu Recht zu finden und einen Weg zu finden, wie man am gesellschaftlichen Leben (Beruf und Privates) teilnehmen und sich einbringen kann. Es geht auch darum, die eigene Situation zu beurteilen, sich nicht entmutigen zu lassen, Verantwortung zu übernehmen etc.

Rechte und Pflichten in Beruf und Arbeit

Erwerbsarbeit ist die Basis für materielle Unabhängigkeit und sozialen Status. Der Arbeitsmarkt ist deshalb – neben der Familie, dem Ausbildungssystem und dem Sozialstaat – ausschlaggebend für die Verteilung sozialer Privilegien und Benachteiligungen. Auch heute sind die Frauen immer noch schlechter ins Erwerbsleben integriert als Männer. Der Grund dafür liegt in erster Linie im bürgerlichen Familienmodell, das in der Schweiz nach wie vor stark verankert ist: Väter arbeiten Vollzeit und können daher verantwortungsvolle berufliche Stellungen innehaben während Frauen nicht oder nur Teilzeit arbeiten. Nach wie vor ist es zudem so, dass Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Rechte der Arbeitnehmenden

Für die Rechte der Arbeitnehmenden stehen die Gewerkschaften ein. Sie setzen sich auch gegen Rassismus ein, für die Rechte der Frauen und jene der Migrantinnen und Migranten.

Diskrimierung in Beruf und Arbeit

Rassistische Diskriminierung ist leider Realität, auch am Arbeitsplatz. Verschiedene Institutionen (Gewerkschaften etc.) befassen sich mit diesem Thema und / oder unterstützen Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung.

Opfer rassistischer Diskriminierung können verschiedene Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen, Ämter und Notfalldienste beanspruchen. Diese bieten Opfern und Zeuginnen und Zeugen sowie Personen, die diesen beistehen, Hilfe an und vermitteln auch in Konfliktsituationen.

Soziale Vernetzung

Ein soziales Netz zu haben bedeutet, über Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen zu verfügen, die einem in guten wie in schlechten Zeiten unterstützen und auch in Krisensituationen beistehen können.
Freiwilligenarbeit oder das Engagement in einem Verein fördert die eigene soziale Vernetzung, so können wichtige Kontakte geknüpft werden, möglicherweise können auf diese Weise auch Informationen über offene Stellen in Erfahrung gebracht werden. Ein Schiedsrichter eines kleinen Hobby-Fussballclubs erfährt durch einen der Mitspieler von einer offenen Stelle… eine Mutter lernt auf diese Weise eine Nachbarin kennen, die ihre Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen kann ...

Gesund sein in der Schweiz

Migrantinnen und Migranten in der Schweiz sollen die gleichen Chancen wie Einheimisch haben, zu Gesundheitsinformationen zu kommen. Die Organisation migesplus hat sich dies zum Ziel gesetzt.
Migrantinnen und Migranten sollen in ihrem verantwortungsbewussten, gesundheitsgerechten Verhalten gefördert und in der sachgerechten Nutzung des Gesundheitssystems unterstützt werden.

Migeplus