
Mitsprache fĂŒr knapp die HĂ€lfte der Bevölkerung ohne Schweizer Pass
Der Stadtrat hat per 1.Januar 2008 einen AuslÀnderbeirat eingesetzt. Das Gremium soll in erster Linie beratend wirken.
Fast die HÀlfte aller Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger haben keinen Schweizer Pass und sind somit nicht stimm- und wahlberechtigt. Der AuslÀnderbeirat soll diesen Einwohnerinnen und Einwohnern eine Stimme geben. Dabei gehe es nicht um Mitbestimmung, sondern um Mitsprache, sagte Stadtammann Andreas Netzle bei der Vorstellung des AuslÀnderbeirates am 10.Januar 2008.
Das Gremium habe als stadtrÀtliche Kommission in erster Linie beratende Funktion. So erhÀlt die auslÀndische Bevölkerung die Gelegenheit, Anliegen und Anregungen direkt beim Stadtrat zu deponieren. Gleichzeitig hat die Stadt die Möglichkeit, die auslÀndische Bevölkerung im Sinne einer Vernehmlassung zu konsultieren - auch, aber nicht ausschliesslich zu Migrations- und Integrationsthemen.
Die Initiative zum AuslĂ€nderbeirat kam aus der auslĂ€ndischen Bevölkerung. An einem Podium im Centro Italiano zu den Stadtammannwahlen Ende 2006 Ă€usserten sich alle Kandidaten einhellig positiv zu einer solchen Mitsprachemöglichkeit. Im FrĂŒhjahr 2007 hat die Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Migration AGK einen entsprechenden Antrag gestellt.
Das Thema wurde vom Stadtrat aufgenommen, und der Integrationsdelegierte Christoph Kreis hat das Projekt im vergangenen Jahr mit einer Arbeitsgruppe Schritt fĂŒr Schritt umgesetzt. Als Vorbild diente der AuslĂ€nderbeirat der Stadt ZĂŒrich.
Dem AuslĂ€nderbeirat gehören 20 Personen aus 20 LĂ€ndern an. Erste PrĂ€sidentin ist Karina Zabel. Die Einsetzung eines AuslĂ€nderbeirates sei ein Meilenstein fĂŒr Kreuzlingen und bringe "ein StĂŒck mehr LebensqualitĂ€t", sagte Höllwarth. Sie zeigte sich ĂŒberzeugt, dass mit der Mitsprache auch die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, weiter steigen werde.
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